Saal 600

von Kevin Barz und Carolina Heberling

Münchner Kammerspiele
Ausstattung
 
Regie: Kevin Barz
Komposition: Paul Brody
Dramaturgie: Carolina Heberling
Bilder: Milena Wohjan
Uraufführung: 02.03.2018
 
mit Mona Vojacek Koper, Lina Habicht, Lea Geszti und William Cooper
"...Vier Videoleinwände machen aus dem Werkraum der Kammerspiele einen Gerichtssaal, vier Übersetzerkabinen stehen darin. Die Bühne von Anika Wieners hat nichts von Naturalismus, sie tupft die Atmosphäre hin als Assoziationsraum, so konkret die Videobilder auch sind. Auch die Kostüme von ihr sind im Stil der Zeit, William Bartley Cooper trägt Uniform, die drei jungen Frauen Lina Habicht, Lea Johanna Geszti und Mona Vojacek Koper tragen Kleider, die gut zum Boogietanzen passen. Einmal wird auch getanzt, in einer Erholungspause, immer wilder, ruppiger, verzweifelter, als wollten sie im Tanz das ganze Grauen abschütteln. Denn das Grauen ist monströs hier...."
Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung, 21.03.2018
"...Auf der Suche nach einem anderen Verständnis der Gegenwart (und im Geiste Milo Rau) hat sich Kevin Barz von der Münchener Otto-Falckenberg-Schule die Gerichtsprotokolle der Nürnberger Prozesse vorgenommen. Seine Abschlußinszenierung "Saal 600" ist in ihrer ästhetischen Stringenz beeindruckend: In vier schwarzen Kabinen sitzen Dolmetscher*innen, die auf Deutsch, Russisch, Französisch und Englisch Gerichtsprotokolle wiedergeben...."
Esther Boldt, Theater heute, Nr. 8/9